Level 4 – Die Zahl des Irdischen

Quelle: NASA (Bildklick)

Die Mädchen lesen im Turmzimmermanuskript Wendurs Erklärung, dass der Philosoph Cusanus schon im Mittelalter die platonische Lehre der zwei Welten und das Denken in Gegensätzen überwinden wollte.

Als Kirchenfürst beschäftigte er sich besonders mit dem Gegensatz des Irdischen zum Göttlichen, bzw. dem Endlichen zum Unendlichen. Er stellte mit gleichsam mathematischer Logik fest:

Das Endliche kann nicht neben dem Unendlichen existieren, da dieses ja alles umfasst. Gott ist das vollständige Ganze. Also ist das Endliche, die Natur, in Gott. Sie ist, so formulierte er, dessen Ausfaltung.

Das Mädchen kommentiert dies mit: »Wau! Echt geil. Ich entfalte mich gern in Gott!«

Derr Lehrer stimmt zu: »Du bist ja geradezu begeistert. Aber ich auch, denn die Aktivität der Ausfaltung offenbart sehr schön die Evolution als schöpferischen Prozess. Evolution ist ein Strom, der in eine Richtung fließt«.

Und dann lesen sie den offensichtlich nachträglich per Hand eingefügten, geheimnisvollen Satz, mit dem sich das Rätsel um den Rubikon-Trick offenbart:

„Auch der, vor dem ich euch warne, kann das nicht ändern. Er kann nur Steinchen in den Strom werfen. Immerhin: diese Steinchen könntet ihr sein! Und Steinchen sind stärker als Schmetterlingsflügel“.